Maximilianeum (Bayerischer Landtag)

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Das Maximilianeum ist eines der markantesten Bauwerke Münchens und liegt malerisch am rechten Isarhochufer im Stadtteil Haidhausen, unweit des Zentrums. Wer vom gegenüberliegenden Ufer, etwa vom Maximiliansplatz oder vom Friedensengel aus, den Blick schweifen lässt, kann das mächtige Gebäude schon von weitem erkennen. Mit seiner eindrucksvollen Fassade und der exponierten Lage thront es über dem östlichen Isarufer und bildet den krönenden Abschluss der Prachtstraße Maximilianstraße, die in der Altstadt beginnt und sich bis hierher zieht.

Geschichte und Bau

Errichtet wurde das Maximilianeum im Auftrag von König Maximilian II. von Bayern zwischen 1857 und 1874. Den architektonischen Entwurf lieferte Friedrich Bürklein, der auch für den Bau des Münchner Hauptbahnhofs verantwortlich war. Der König hatte mit dem Bau nicht nur repräsentative Absichten, sondern auch eine klare Bildungsvision: Das Maximilianeum sollte als Stiftungshaus für hochbegabte Studenten dienen und zugleich eine Kunstgalerie beherbergen.

Die Stiftung – heute bekannt als Stiftung Maximilianeum – existiert bis heute und fördert besonders begabte junge Menschen aus Bayern sowie seit einigen Jahrzehnten auch aus anderen Teilen Deutschlands. Stipendiaten erhalten hier nicht nur eine Unterkunft, sondern auch eine akademische Gemeinschaft in unmittelbarer Nähe zu Münchens Bildungs- und Kultureinrichtungen.

Wandel zum politischen Zentrum

Ursprünglich lag der Schwerpunkt des Maximilianeums auf Bildung und Kunst. Die Kunstgalerie war über viele Jahre ein wichtiger Bestandteil des Hauses. Doch nach den schweren Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg änderte sich die Nutzung grundlegend: 1949 zog der Bayerische Landtag in das wiederaufgebaute Gebäude ein. Seitdem ist das Maximilianeum das politische Herz Bayerns, in dem Gesetze beschlossen und landespolitische Debatten geführt werden.

Architektur

Architektonisch verbindet das Maximilianeum verschiedene Stilelemente. Ursprünglich war ein neugotischer Bau geplant, doch König Maximilian II. bevorzugte einen eigenen, nach ihm benannten Maximilianstil, der mittelalterliche Formen mit modernen Bauweisen und Elementen der Renaissance verband. Auffällig ist die lange, leicht geschwungene Hauptfassade mit ihren großen Bogenfenstern, den Skulpturen und dem Mittelrisalit, der von einer Figur des Bayerischen Patrons geschmückt wird.

Besichtigung und Veranstaltungen

Ein regulärer Innenbesuch des Maximilianeums ist für Touristen in der Regel nicht möglich, da es sich um ein Parlamentsgebäude handelt. Wer das Gebäude dennoch von innen sehen möchte, hat zwei Möglichkeiten:

  • Innenhofbesichtigung: Über die Ostpforte gelangt man in den öffentlich zugänglichen Innenhof, der bereits einen guten Eindruck von der Architektur vermittelt.

  • Sonderöffnungen: Gelegentlich finden im Maximilianeum Kunstausstellungen, Tage der offenen Tür oder Sonderveranstaltungen statt. In solchen Fällen dürfen Besucher auch ausgewählte Innenräume betreten. Der Eintritt ist dabei meist kostenlos.

Tipps für Besucher

  • Der schönste Blick auf das Maximilianeum bietet sich vom Friedensengel oder von der Luitpoldbrücke aus. Besonders am Abend, wenn das Gebäude beleuchtet wird, wirkt es beeindruckend.

  • Ein Spaziergang entlang der Maximilianstraße vom Residenztheater bis zum Maximilianeum ist eine kleine Sightseeing-Tour für sich – vorbei an Luxusgeschäften, dem Nationaltheater und edlen Straßencafés.

  • Wer sich für Politik interessiert, kann beim Bayerischen Landtag eine Gruppenführung anfragen. Diese sind zwar selten und meist für Schulen oder Vereine gedacht, aber mit etwas Glück kann man teilnehmen.


Besuchen kann man den Reichstag (Bundestag) in Berlin: Führung Reichstag


 

Anfahrt Maximilianeum München

Die U-Bahn U4 oder U5 verkehren alle 5 Minuten vom Hauptbahnhof München, KarlsplatzOdeonsplatz zum Bayerischen Landtag. Aus der anderen Richtung kommt man vom Ostbahnhof München jede 10 Minuten zum Maximilianeum. Einige Tram-Bahnen halten in der Umgebung.

Stadtführung München zum Thema Drittes Reich

Eine aus unsere Sicht gut gemachte und interessante Stadtführung: In München waren die Anfänge der Nazis, Adolf Hitler lebte viele Jahre in der Stadt. München ist bekannt für den Widerstand der Gruppe Weißen Rose. Am Ende des Krieges lag die Stadt in Trümmern. Start der Tour am Marienplatz, Führung zu Fuß, Dauer etwa 2,5 Stunden.

    >>>>>     Mehr Infos und Buchung

Zu Fuß von der Innenstaat: Vom Nationaltheater (zwischen  Marienplatz und Odeonsplatz) geht man die Maximilianstraße runter (in Richtung Isar). Das Maximilianeum, auf der anderen Seite des Flusses, ist von weitem zu sehen. Die Maximilianstraße ist mit historischen Gebäuden, edlen Boutiquen und Läden der Oberklasse eine der sehenswertesten Straßen in München. In der Prachtstraße befindet sich auch das bekannte Völkerkundemuseum München.

360-Grad-Video Maximilianeum (Youtube)

Anleitung: Starten und mit der Mouse drehen

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